Bretter, die die Welt bedeuten
Parkett verleiht ein wohliges Wohngefühl, ist robust und langlebig. Dazu bietet es unzählige Gestaltungsmöglichkeiten – sowohl hinsichtlich der Holzsorte als auch der Farbe und der Oberflächengestaltung. Besonders prägnant für die Raumwirkung sind die Verlegeart und die Formate. Hier gibt es so ziemlich alles, was das Verbraucherherz begehrt. Wichtig ist jedoch die fachgerechte Verarbeitung durch einen Profi.
Parkett ist bei Bauherren und Renovierern unverändert beliebt. Ein Grund für diese Popularität ist seine Vielseitigkeit in puncto Gestaltung. Der Holzboden kann in den unterschiedlichsten Arten verlegt werden. Dazu gehört das konventionelle Stabparkett, das nach wie vor sehr beliebt ist. Die gleichmäßige Anordnung der Stäbe sorgt für ein ruhiges, harmonisches Gesamtbild. Das gilt noch mehr für die Variante mit größeren und großen Stäben: dem Boden aus Landhausdielen, die unverändert gefragt sind. Die großformatigen, breiten Dielen werden je nach Raumgröße versetzt oder parallel zueinander verlegt.
Ein Klassiker hat in den letzten Jahren ein Comeback gefeiert: das Fischgrätmuster. Bisher vor allem in Altbauten mit hohen Decken anzutreffen, erobert sich die edle Verlegart längst auch Neubauräume. Fischgrätparkett ist zwar aufwendiger zu verlegen und dadurch etwas teurer als andere Techniken, bietet aber viele Variationsmöglichkeiten. Zusätzlich zu den üblichen Stabgrößen werden vermehrt auch extragroße Elemente verlegt. Die Stäbe können im traditionellen Verbund mit 90°-Versatz zusammengefügt werden. Aber auch 45° oder 60° sind möglich. Bei diesem französischen Fischgrät, auch Chevron-Parkett genannt, entstehen durchgehende Fugen an der Kopfseite der Stäbe, was optisch besonders edel wirkt.
In kleineren Räumen wird gerne das Mosaikparkett verlegt. Dabei handelt es sich um Quadrate, bei denen die Deckschicht aus verleimten Holzstäbchen besteht. Die einzelnen Quadrate werden abwechselnd um 90 ° gedreht verlegt, was eine Art Schachbrettmuster erzeugt. Aufgrund der Fugenstruktur, der Verlegeweise und der zahlreichen Stäbchen sorgt diese Parkettart für eine lebendige Stimmung. Auch in größeren Räumen kann Mosaikparkett seinen Charme entfalten. Zum Beispiel, indem vier kleine Quadrate zu einem großen gerahmt werden. Zwischen diesen Großformaten wird ein Zwischenelement gesetzt, das sich auch farblich unterscheiden kann.
Nicht nur das Format und die Verlegeart des Parketts bestimmen die Atmosphäre in einem Raum. Auch die Versorgung mit Tageslicht, die Behandlung der Parkettoberflächen und Farbgebung beeinflussen den Charakter des Bodens. Laufen die Fugen des Parketts in Richtung eines hellen Fensters, wirkt die Bodenoberfläche glatt, und die Fugen treten stark in den Hintergrund. Liegt das Parkett quer zum Fenster, werden die Fugen betont.
Bei den Holzsorten steht Eiche weiterhin oben in der Publikumsgunst. Bauherren und Renovierer schätzen neben der markanten Maserung des Holzes seine Robustheit. Besonders beliebt sind derzeit die dunklen Töne von geräucherter Eiche. Weitere beliebte Holzsorten fürs Parkett sind Buche, Esche, Ahorn, Kirsche, Nussbaum und Birke. In dunklen Räumen sind eher helle Hölzer zu empfehlen, in Räumen mit viel Tageslicht kann dunkles Holz seine Wirkung gut entfalten.
Bei der Oberflächenbehandlung sind Wachs und Öl beliebt, die mehr Natürlichkeit versprechen. Das Holz behält durch diese offenporige Methode seine Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt. Weiße Lasuren – im Zuge von Corona und Hygge populär – sind inzwischen weniger gefragt. Angesagt ist jetzt ein möglichst natürlicher Look. Viele Kunden wünschen sich ein Parkett, das möglichst unbehandelt aussehen soll. Wenn Farbe, dann am ehesten in Grau sowie Sand und erdfarbene Töne. Für Mutige, Loftbewohner oder Liebhaber des Industrial Designs kommen auch ausgefallene Optiken in Frage, zum Beispiel Parkett in deckenden grellen Farben oder gar in Schwarz.
Egal für welche Parkettvariation sich Kunden entscheiden – Parkett sollte grundsätzlich fest auf dem Untergrund geklebt werden. Am besten von einem Fachbetrieb. Im Vergleich zu „schwimmendem“ Parkett, das oft in Eigenleistung verlegt wird, bringt die vollflächige Klebung mehr Stabilität sowie besseres Verhalten bei Raum- und Trittschall. Zudem ist die effizientere Wärmeverteilung durch eine Fußbodenheizung garantiert. Fest geklebtes Parkett kann über mehrere Jahrzehnte seine Dienste erfüllen. Denn es lässt sich mehrmals abschleifen und mit Lack, Wachs oder Öl in verschiedenen Farben wieder aufbereiten. Das Parkett-Fachpersonal kennt den Produktemarkt und sucht schon im eigenen Interesse einen Kleber aus, der nur minimal Emissionen abgibt. Empfehlenswert sind Produkte mit dem Emicode-Zeichen, deren Zertifizierung auf strengen Prüfungen von neutralen Instituten basiert, die regelmäßig und unangemeldet wiederholt werden.
Foto Titelbild: © shilpi/AdobeStock/PIK
Foto Beitrag: © KPMusa/AdobeStock/PIK

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