Fest geklebtes Parkett lässt sich schwellenlos verlegen

Viele Bauleute und Renovierer bevorzugen offene Grundrisse, bei denen Küche, Essplatz und Wohnbereich ineinander übergehen. Dazu passt ein durchgängiger Bodenbelag, der alle Zonen nahtlos zu einem harmonischen Ganzen verbindet und die großzügige Raumgestaltung unterstreicht. Parkett eignet sich ideal für eine einheitliche Optik – auch in der Küche. Voraussetzung für die schwellenlose Verlegung ist das vollflächige Kleben des Parketts auf den Untergrund, am besten durch einen professionellen Verarbeiter.

Weil es einfacher von der Hand geht, bevorzugen viele Do-it-yourselfer als Alternative eine schwimmende Verlegung. Allerdings funktioniert damit keine schwellenlose Parkettgestaltung. Der Grund: Die Dielen werden nur über eine Klick-Verbindung miteinander verbunden und liegen auf einer elastischen Unterlage ohne feste Verbindung zum Untergrund. Diese Konstruktion ist – der Name „schwimmend“ sagt es bereits – nicht sonderlich stabil. Daher kann dieses Klick-Parkett nicht ohne weiteres durchgängig über mehrere Räume hinweg verlegt werden. In den Verlegeanleitungen finden sich entsprechende Hinweise, welche Längen und Breiten maximal zulässig sind. An einem bestimmten Punkt müssen dann Übergangsprofile aus Metall befestigt werden, um dem schwimmend verlegten Parkett Halt zu geben. Diese meist im Türenbereich angebrachten Schienen sind optische Störenfriede.

Bei der vollflächigen Klebung hingegen werden die Holzelemente fest auf dem Untergrund fixiert. Das hat gleich mehrere Vorteile: Es sorgt dauerhaft für Stabilität und bietet viele Gestaltungsoptionen. Egal ob Fischgrat, Schiffsboden, Kassetten- oder Rauten-Design – fest geklebtes Parkett eröffnet alle Möglichkeiten der schwellenlosen Verlegung. Weitere Vorteile in Bezug auf Schallschutz und Energieeinsparung kommen hinzu. Denn die feste Klebeverbindung zwischen Untergrund und Bodenbelag verhindert die Bildung von Luftpolstern. Dadurch sind Tritt- und Raumschall angenehm reduziert. Ein vollständig geklebter Boden garantiert zudem eine bessere Wärmeleitung im Fall einer Fußbodenheizung, weil keine isolierende Luftschicht vorhanden ist. So gelangt die Wärme ungehindert und auf schnellstem Weg in die Räume. Für eine optimale Energieeffizienz sollte die Parkettschicht eine gewisse Dicke nicht überschreiten. Außerdem eignen sich Trägerschichten aus Laubholz mit ihrer feinen und kompakten Faser besonders für die Kombination mit einer Fußbodenheizung.

Ein weiterer Vorteil der fest geklebten Verlegung offenbart sich bei der Renovierung. Beim Abschleifen bewegen sich die Elemente nicht. Dadurch erhält man – im Unterschied zum „schwimmenden“ Parkett – ein gleichmäßiges, makelloses Schleifbild und als Ergebnis einen Parkettboden, der wie neu aussieht.

Parkett ist bei Bauleuten und Renovierern sehr beliebt, weil es ein natürliches und – bei entsprechender Herkunft – ökologisches Material ist. Damit diese Nachhaltigkeit nicht beeinträchtigt wird, sollten die beauftragten Handwerker einen Kleber einsetzen, der das Emicode-Zeichen trägt. Produkte mit diesem Siegel bieten die Sicherheit, dass die Emissionen geringstmöglich sind und die Wohngesundheit nicht beeinträchtigt wird.

Noch ein Wort zur Gestaltung des Parketts. In welche Richtung die Dielen oder andere Elemente verlegt werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Der Wichtigste ist die Position von Türen und Fenstern. Große Glasflächen sind bei den meisten Objekten gang und gäbe. Besonders edel wirkt Parkett, wenn die Dielen parallel zum Lichteinfall durch diese Fensterfronten verlaufen – vor allem dann, wenn es dank fester Klebung schwellenlos verlegt ist.

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